Schaukäserei lädt Kinder ein

22.01.16 | Remo Schläpfer

Am Dienstag, 19. Januar besuchten Jugendliche aus Weissrussland und Mazedonien eine Führung der Appenzeller Schaukäserei in Stein. Die Jugendlichen nehmen an einem interkulturellen Austausch im Kinderdorf Pestalozzi teil und wurden von der Schaukäserei zu einem Racletteabend eingeladen. Gleichzeitig wurde der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi eine Spende in der Höhe von 1050 Franken übergeben.

Scheckübergabe in der Schaukäserei. © Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Der Künstler Pirmin Breu stellte vergangenes Jahr seine Graffiti-Kunst in der Appenzeller Schaukäserei in Stein aus. Eines seiner Werke, das Bild «Das Leben ist wie eine Baustelle», versteigerte der Künstler für einen guten Zweck. Mit dem Höchstgebot von 1050 Franken ersteigerte Michael Bühler, Geschäftsführer der Preisig Bau AG, das Werk. «Das Bild passt einfach zu mir», meint der Bauunternehmer.

Der Erlös des Bildes wurde dem Kinderdorf Pestalozzi im Rahmen eines Racletteabends mit Jugendlichen aus Weissrussland und Mazedonien übergeben. «Ich liebe Schweizer Käse und habe mich riesig auf den Abend gefreut», sagt die junge Weissrussin Anna mit strahlenden Augen. Die Appenzeller Schaukäserei sorgte bei den jungen Ost- und Südosteuropäerinnen und -europäern nicht nur für Gaumenfreuden, sondern bot ihnen einen Einblick in die Schweizer Tradition und deren Käsekunst.

Nach der Führung und dem geselligen Racletteabend in der Schaukäserei fuhren die Jugendlichen wieder zurück ins Kinderdorf Pestalozzi, wo sie an einem dreiwöchigen interkulturellen Austauschprojekt teilnehmen. Im Zentrum des Aufenthaltes steht die direkte Begegnung zwischen Kindern verschiedener Länder. Im Dialog mit den Gleichaltrigen werden Vorurteile abgebaut und Verständnis geschaffen. Jedes Jahr nehmen über 2‘000 Kinder aus der Schweiz und dem Ausland an erlebnispädagogischen Projekten teil. Dabei lernen sie die Grundlagen des friedlichen Zusammenlebens – ganz im Sinne des Kinderdorf-Gründers Walter Robert Corti.