Praktikum im Radioprojekt

27.10.15 | Laura Lily Martinez

In der zweiten Juniwoche 2015 war für die emPower-Studierenden Praktikumszeit. Die 29-jährige Aleksandra Šuljagić aus Serbien und der 27-jährige Luis Hércules aus Honduras blieben im Kinderdorf Pestalozzi, wo sie das Radioprojekt mitgestalteten, an dem eine Schweizer Schulklasse teilnahm. Was sie dabei erlebt haben, erzählen sie gleich selbst.

Aleksandra Šuljagić aus Serbien während ihrem Praktikum im Radioprojekt. © Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Was ist Deine Tätigkeit bei Deiner NGO?

Aleksandra Šuljagić: Ich arbeite beim Uzice Child Rights Centre in Serbien als Koordinatorin für unsere Projekte mit Jugendlichen. Ich besuche mit den Jugendlichen Seminare, erarbeite mit ihnen Massnahmenpläne, unterstütze sie bei Workshops und erstelle Berichte aller Aktivitäten, die ich mit ihnen durchführe.

Luis Hércules: Ich arbeite in Honduras bei CIPRODEH, einer Organisation, die mit Kindern und Jugendlichen aus der indigenen Bevölkerung arbeitet.

Welche Erfahrungen hast Du beim Radioprojekt gemacht?

AŠ: Es war eine besondere Erfahrung für mich. Ich habe gelernt, wie man ein Radioprogramm gestaltet. Die Atmosphäre war super und das Team war grossartig. Wir wurden miteinbezogen, wann immer es möglich war.

LH: Für mich war das Praktikum nicht nur wegen des Radios sehr lehrreich, sondern auch dank der grossartigen Erfahrung mit den Kindern.

Welches waren die Herausforderungen?

AŠ: Die grösste Herausforderung war das Arbeiten mit den Kindern, da diese kein Englisch sprachen und ich kein Deutsch. Aber es hat dennoch alles geklappt. Zudem habe ich noch nie mit so jungen Kindern gearbeitet, weshalb ich etwas Respekt davor hatte.

Was gefällt Dir beim Radioprojekt am besten?

AŠ: Ich mag die Methode und die Art und Weise, wie die Kinder und Jugendlichen in den wichtigen Themen wie Rassismus oder Diskriminierung unterrichtet werden. Sie sind sich diesen Themen bewusst und möchten gute Menschen sein, die keine Vorurteile haben.

LH: Mir ist die positive Haltung des Teams bei diesem Projekt aufgefallen.

«Ich mag die Methode und die Art und Weise, wie die Kinder und Jugendlichen in den wichtigen Themen wie Rassismus oder Diskriminierung unterrichtet werden.»

Aleksandra Šuljagić – emPower-Studentin
Luis Hércules bespricht mit den Teilnehmenden die kommende Radiosendung. © Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Wie war Deine Erfahrung mit dieser Gruppe?

AŠ: Ich habe versucht, mich möglichst aktiv den Kindern zu widmen, unter anderem indem ich ein wenig Deutsch, Englisch, Spanisch, Albanisch und Serbisch gesprochen habe. So verstanden wir uns recht gut. Ich habe mit ihnen auch draussen Spiele gemacht und immer wieder Tischfussball gespielt.

LH: Die Erfahrung war hervorragend.

Was hast Du während diese Woche beim Radioprojekt gemacht?

AŠ: Ich war die ganze Zeit anwesend und habe an allen Aufwärmübungen teilgenommen. Zum Projekt habe ich auch beigetragen, indem ich meine Meinung und meine Erfahrungen aus dem Unterricht mitgeteilt habe. Zudem habe ich bei den Gruppenarbeiten geholfen und die Kinder mit Ideen unterstützt.

LH: Ich habe immer mal wieder etwas aus der Theorie in die Kurse eingebracht und nebst der Teilnahme am Radioprojekt einige Aufwärmübungen übernommen.

Was behältst Du in besonderer Erinnerung?

AŠ: Ich habe viele gute Erinnerungen mit all den Kindern, Lehrern und dem super Team. Wir haben viel voneinander gelernt und hatten viel Spass.

LH: Die Freude der Kinder, ihr Wissen und die Unterstützung durch die Leiter.

Interview geführt von Laura Lily Martinez.