Neue Präsidentin des Stiftungsrates

17.11.14 | Thomas Witte

Als Nachfolgerin von Brigitta M. Gadient übernimmt Rosmarie Quadranti ab Januar 2015 das Präsidium des Stiftungsrates der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Nachstehend spricht sie über die Beweggründe für den Antritt dieses Amtes.

Rosemarie Quadranti, Stiftungsratspräsidentin der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. © Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Frau Quadranti, wie wird man zur Präsidentin der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi?

Rosmarie Quadranti: Kurz gesagt: Man wird gefragt, ob man dieses Amt und die damit verbundene Verantwortung übernehmen möchte. Brigitta Gadient, die amtierende Präsidentin, kam auf mich zu und fragte, ob ich Interesse hätte. Ich war, ehrlich gesagt, hocherfreut, für diese spannende Aufgabe in Betracht zu kommen und musste nicht lange überlegen.

Woher rührt Ihr Interesse an Bildung und Entwicklungszusammenarbeit?

Rosmarie Quadranti: Ich habe drei Kinder, die lange erwachsen sind. Ich habe an ihnen erlebt, wie wichtig Bildung für die Entwicklung eines Kindes und wie zentral gute, für alle zugängige Bildung für das Funktionieren einer ganzen Gesellschaft ist. Wir haben in der Schweiz ein sehr gutes, duales Bildungssystem. In vielen Ländern, insbesondere Entwicklungsländern, sieht die Situation jedoch ganz anders aus. Ich denke, die Schweiz hat eine Verpflichtung gegenüber den Kindern und Jugendlichen auch in diesen Ländern.

««Ich habe an meinen Kindern erlebt, wie wichtig Bildung für die Entwicklung ist»»

Rosemarie Quadranti – Präsidentin des Stiftungsrates

Sie treten Ihr Amt zum 1. Januar 2015 an. Können Sie schon sagen, welche Schwerpunkte Sie im Stiftungsrat und in der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi setzen wollen?

Rosmarie Quadranti: Ich bin überzeugt, dass es nicht darum gehen wird, der Stiftung eine neue Richtung zu geben. Brigitta M. Gadient, die Geschäftsleitung und die Mitarbeitenden der Stiftung haben, soweit ich das heute schon überschauen kann, sehr gute Arbeit geleistet. Die programmatische Ausrichtung auf Bildung und den interkulturellen Austausch zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens ist in den Statuten, Vision und Leitbild sowie der Strategie der Stiftung klar definiert. Die finanzielle Situation ist sogar ausgezeichnet, so dass einem Ausbau der bestehenden Programme in der Schweiz und international nichts im Wege steht.

Das Gespräch wurde geführt von Thomas Witte