Mathilde Escher Heim zu Besuch

06.03.15 | Fiona Feuz

Eine Schulklasse des Mathilde Escher Heims kam für einen Tagesausflug ins Kinderdorf der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi. Grund für den Besuch war das Thema Familien auf der Flucht. Die Schüler hatten bei «Jeder Rappen zählt» von Radio SRF vom Bildungsprojekt der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi in Myanmar/Burma gehört und wollten mehr über die Arbeit in den Flüchtlingscamps erfahren.

Schüler des Mathilde Escher-Heims zu Besuch. © Stiftung Kinderdorf Pestalozzi/Fiona Feuz

Es ist ein schönes Gefühl, wenn man dem schlechten Wetter entfliehen und den Regen gegen Schnee eintauschen kann. Den Schülern des Mathilde Escher Heims erging dies genauso. Dementsprechend aufgeregt waren sie, als sie das Besucherzentrum im verschneiten Kinderdorf betraten.

Was würdet ihr mitnehmen, wenn ihr fliehen müsstet?

Brigit Burkard, Programmverantwortliche Südostasien, erzählte den Schülern über das Land Myanmar/Burma und den dort vorherrschenden Bürgerkrieg. Dabei berichtete sie vom Buben namens Lahpai Naw Aung, der mit seiner Familie fliehen musste, als der Krieg ausbrach. Für die Schüler des Mathilde Escher Heims war klar, wenn sie fliehen müssten, würden sie ihre Familien und Kleider mitnehmen. «Aber auch das Kuscheltier», ergänzt ein Schüler eifrig. Daraufhin zeigte Brigit Burkard den Schülern eine Stoffpuppe und Kleidungsstücke, welche burmesische Kinder auf ihrer Flucht mitgenommen hatten. In den Flüchtlingscamps, in denen die Familien Schutz finden, fördert die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi die Schulbildung, organisiert Schulmaterialien und Nachhilfelehrer für die Kinder.

Radio macht Spass

Nach dem Vortrag über Familien auf der Flucht in Myanmar/Burma besuchte die Klasse  das Radiostudio des Kinder- und Jugendsenders powerup. Dabei hatten sie Zeit, sich selbst am Mikrofon zu üben und kleine Interviews zu geben. Vor allem das Hören ihrer eigenen Stimmen im Radio brachte die Schüler zum Lachen. Am Nachmittag ging es ins Besucherzentrum, wo die Klasse vieles zur Entstehung des Kinderdorfes erfuhr. Zuletzt blieb den Schülern des Mathilde Escher Heims noch etwas Zeit zum «Chrömele».