Kriminalität darf nicht zum Hobby werden

15.07.15 | Silvan Thalmann

Die Regierung von El Salvador hat den Waffenstillstand mit den aggressiven Jugendbanden (Maras) im Januar 2015 gekündigt. Die Maras sind seither wieder aktiver geworden, terrorisieren die Bevölkerung und rekrutieren laufend neue Mitglieder. Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi bietet Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitaktivitäten und hält sie damit von der Kriminalität fern.

© Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Die Waffenruhe, welche die salvadorianische Regierung mit den Banden ausgehandelt hat, besteht seit Anfang Jahr nicht mehr. Bewaffnete Kriminelle kontrollieren das Leben der rund sechs Millionen Salvadorianerinnen und Salvadorianer. Die Menschen leben in ständiger Angst. Entführungen, Schutzgelderpressungen sowie Vergewaltigungen gehören zum Alltag. Auf die Gewalt der Banden reagiert die Polizei mit noch mehr Gegengewalt. Der Konflikt spitzt sich zusehends zu. Alleine im Mai wurden über 600 Morde verübt.

Schüler werden von Banden rekrutiert

Der Schulunterricht findet in El Salvador bloss vormittags statt. Die Jugendlichen haben kaum Perspektiven und an sinnvollen Hobbys mangelt es. Der Nachmittag bietet den Banden Raum für die Rekrutierung von Mitgliedern. Viele Schülerinnen und Schüler werden von Bandenmitgliedern abgefangen und in die kriminellen Machenschaften hineingezogen.

Freizeitaktivität für Jugendliche

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi bietet jeweils am Nachmittag diverse Freizeitaktivitäten für die Jugendlichen an und hält sie damit von der Strasse fern. Die Jugendlichen erhalten dadurch eine Perspektive und laufen weniger Gefahr, mit Jugendbanden in Berührung zu kommen.

Schutz vor Jugendbanden

Mit sinnvollen Freizeitangeboten halten wir Jugendliche in El Salvador von kriminellen Banden fern.

Projekt in El Salvador